Existenzgründung im Franchise-Glossar

 

 

Was bedeutet eigentlich Existenzgründung?

Existenzgründung ist der Schritt in die berufliche Selbstständigkeit durch Aufnahme einer Erwerbstätigkeit im eigenen Namen und auf eigene Rechnung. Bei gewerblichen Klein- und Mittelunternehmen (KMU) sowie freiberuflichen Geschäftstätigkeiten entscheiden sich Existenzgründer vorwiegend für die Gesellschaftsform des Einzelunternehmens.

 

Wer ist Existenzgründer?

Der Existenzgründer ist die Person, die sich beruflich selbstständig macht. Welche Charakteristiken zeichnen Existenzgründer aus? Eine Existenzgründung wird üblicherweise von Einzelunternehmern im Rahmen eines anzumeldenden Gewerbes oder einer freiberuflichen Tätigkeit in die Wege geleitet.

Schwerpunktmäßig setzen sich die Existenzgründer aus zwei Altersgruppen zusammen. Dies sind zum einen junge Leute, die nach Ausbildung oder Studium einige Jahre berufstätig waren. Gründer sind von der beruflichen Realität des Angestelltendaseins oft enttäuscht oder sehnen sich nach der Verwirklichung ihres Traums von Unabhängigkeit und Erfolg. Nur selten können sie sich im Wettbewerb durchsetzen und suchen nach kurzer Zeit wieder eine feste Anstellung. (Das gilt nicht für innovative Startups, die von hochqualifizierten Tüftlern und Wissenschaftlern - mit dem Ziel der Aufnahme von Beteiligungskapital, des Börsengangs oder des Verkaufs an Investoren - im Bereich der Spitzentechnologie gegründet werden.) Erfolgreicher sind im Markt jene Gründer über 40, die über Spezialwissen verfügen sowie in renommierten Unternehmen Erfahrungen gesammelt und ein Beziehungsnetzwerk aufgebaut haben. Häufig handelt es sich um Akademiker, die sich mit unternehmensnahen Dienstleistungen selbstständig machen.

Existenzgründer sind die heimlichen Hoffnungsträger einer Gesellschaft, da ihre Initiatoren für Erneuerung und Flexibilität stehen und eines Tages wesentlich zum gemeinsamen Wohlstand beitragen können. Der Aufbau der eigenen Existenz birgt große Herausforderungen und nicht unerhebliche Risiken. Dies gilt umso mehr, wenn die unterschiedlichen Wege in die Selbstständigkeit nicht zuvor intensiv abgeklärt wurden.

Unabhängigkeit und Selbstverwirklichung sowie der Wille, eine eigene Geschäftsidee umzusetzen, sind für Gründer die wichtigsten Triebfedern für die berufliche Selbstständigkeit. Für weiteren Ansporn sorgen:

  • Unzufriedenheit im Angestelltenverhältnis,
  • wiederkehrende Konflikte mit Chef oder Kollegen,
  • sowie das Aufbegehren gegen als unsinnig bzw. willkürlich empfundene Anweisungen.


Unterstützung bei der Existenzgruendung

Gerade weil Existenzgründungen ein so komplexes Vorhaben darstellen, sollten Jungunternehmer den Weg zu Hilfsangeboten und Beratern nicht scheuen. Spezielle Hilfe für Existenzgründer gibt es inzwischen auf allen Ebenen: sei es von Ministerien, Industrie- und Handelskammern (IHK), Handwerkskammern (HWK), lokalen Existenzgründungsbüros, Gründungsberatern oder Verbänden. Viele Einrichtungen unterstützen Existenzgründungen zumindest in der Anfangsphase auch kostenlos.

Der Weg zu Gründungsberatung lohnt sich aber nicht nur, um die ganze Komplexität einer Existenzgründung kennenzulernen. Sie kann sich auch in barer Münze auszahlen. Denn Gründungsberater kennen meist auch diverse Fördertöpfe, die den Start in die Selbstständigkeit bzw. die Gründungsfinanzierung erleichtern können. Fördermöglichkeiten für Existenzgründungen gibt es auf lokaler, regionaler, nationaler, ja sogar EU-weiter Ebene. Existenzgründer sollten besonders hier wachsam sein und alle Chancen nutzen. Denn gerade zu Beginn einer Gründung kann es zu finanziellen Engpässen kommen. Und die können am einfachsten überbrückt werden, wenn die Finanzierung für die eigene Existenzgründung auf festen Füßen steht.

 

Herausforderung für Existenzgründer

Ist die Gründung erst vollzogen, der Laden, das Büro oder die Werkstatt eröffnet, werden weitere offene Fragen zu klären sein – selbst bei penibelster Vorbereitung. Deshalb ist auch in der Zeit nach dem Start in die Selbstständigkeit stets der ganze Unternehmer, die ganze Unternehmerin gefordert. Und hier liegt für viele letztendlich auch der Reiz einer Existenzgründung: Stetiger Wandel, lebenslanges Lernen, enger Kontakt zum Markt und viele andere Herausforderungen gehören zum Alltag – oder noch besser: bereichern den Alltag.

 

Aktuelle Studien zum Gründungsklima

Es gibt vielfältige Statistiken und Studien zum Gründungsgeschehen in Deutschland. Zwar hat das Gründungsinteresse immer neue Tiefpunkte erreicht, doch enthalten aktuelle Studien zarte Hoffnungsschimmer für ein positiveres  Gründungsklima: 

In einer Studie zum Gründungsgeschehen in Deutschland mit dem Titel "Gründungstätigkeit trotzt der Demographie" stellen ZEW und Creditreform 2017 fest, dass der kontinuierliche Rückgang der Gründungstätigkeit endlich zum Stillstand gekommen ist. Die Zahl wirtschaftlich aktiver Neugründungen stagniert seit drei Jahren bei knapp 160.000, dem bislang tiefsten Stand seit der Wiedervereinigung. Üblicherweise wird dieser Rückgang mit den guten alternativen Beschäftigungsmöglichkeiten begründet. Zu wenig beachtet wird dabei die demographische Entwicklung, wodurch die gründungsstarken Altersgruppen der 35- bis 45-Jährigen schrumpfen. Jedoch könnten auch Finanzierungs- und Wachstumshemmnisse ein entscheidender Faktor sein, weshalb die Gründungstätigkeit in Deutschland weiterhin stagniert. Während Neugründungen in nicht-technologie- oder wissensintensiven Dienstleistungen etwas zugenommen haben, ist deren Zahl im Bereich Handel, Verkehr, Kredit, Versicherungen sowie in der forschungsintensiven Industrie deutlich zurückgegangen. 

Nach dem KfW Gründungsbarometer mit dem Titel "Gründungstätigkeit weiter im Tief, aber Wachstum, Innovation und Digitales gewinnen an Bedeutung" ist die Zahl der Gründungen in Deutschland im Jahr 2017 erneut zurückgegangen: So haben sich aufgrund der guten Beschäftigungslage mit 557.000 Personen nochmals 17 % weniger als im Vorjahr selbstständig gemacht. Als positiv wird hingegen die strukturelle Entwicklung eingeschätzt, da der Anteil der als Jobmotor besonders wichtigen Chancengründer um 8 % auf 333.000 anstieg. Außerdem hat sich die Zahl innovativer Gründer (76.000, +31 %), digitaler Gründer (144.000, +3 %) und Wachstumsgründer (127.000, +10 %) deutlich erhöht. Der Anteil von Frauen an der Gründungstätigkeit hat nochmals um 3 % auf insgesamt 37 % abgenommen. Die Mehrheit der Gründer (60 %) benötigt für ihr Gründungsvorhaben Finanzmittel, wobei 39 % ausschließlich auf eigene Mittel zurückgreifen und 8 % größere Summen (über 25.000 EUR) von externen Kapitalgebern erhielten. Im Durchschnitt wurden 120.000 EUR an Fremdmitteln investiert, so viel wie seit 2012 nicht mehr. Mit Finanzierungsproblemen mussten 14 % der Gründer kämpfen, wobei 4 % von einer Kreditablehnung betroffen waren.

Dem DIHK-Gründerreport 2018 zufolge mit dem Titel "Endlich mehr Gründungsinteresse - Politik muss jetzt liefern" kam in das Gründungsgeschehen in Deutschland endlich Bewegung. Wie der Deutsche Industrie- und Handelskammertag in seinem aktuellen Report feststellte, nahm die Zahl der persönlichen Gespräche mit Gründungsinteressierten in 32 von 79 IHK-Regionen zu. Mit rund 200.000 interessenten betrachteten erstmals wieder mehr Menschen die unternehmerische Selbstständigkeit als mögliche Alternative zu ihrer aktuellen Erwerbstätigkeit. Zum positiven Bild des Unternehmertums trug die günstige Konjunkturlage und die verstärkten medialen Aktivitäten bei. Allerdings sprangen sie häufig wieder ab, sobald das Gründungsvorhaben konkreter wurde. Zu attraktiv waren in Zeiten des Fachkräftemangels und geringer Arbeitslosigkeit die Konditionen im Angestelltenverhältnis. Negativ wirkte sich die rückläufige demographische Entwicklung insbesondere bei den gründungsaffinen Jahrgänge zwischen 25 und 45 Jahren aus.  Erneut sprach sich der DIHK für die stärkere Vernetzung zwischen GründerInnen, die Weiterentwicklung der Beratungsinfrastruktur, den Ausbau der digitalen Infrastruktur, die Beschleunigung des Bürokratieabbaus, die Einrichtung effizienter One-Stop-Shops und die Verbesserung der Finanzierungsbedingungen aus.  

Bereits 2017 hatte das DIHK in einer internationalen Vergleichsstudie festgestellt, dass das Gründungsinteresse in Deutschland besonders gering ist. So interessieren sich beispielsweise in Großbritannien fast doppelt so viele Menschen für eine Unternehmensgründung. Der größte Hebel für mehr wachstumsstarke und innovative Existenzgründungen liegt nach Ansicht des DIHL in der frühen Vermittlung von Unternehmertum und IT im Schulunterricht. Zudem eigne sich die unternehmerische Selbstständigkeit als Integrationsweg für Geflüchtete.

Eine Studie des Instituts für Mittelstandsforschung (IfM) aus dem Jahr 2015, welche die Umsatzentwicklung neugegründeter Unternehmen in den ersten sieben Jahren auf Basis des Umsatzsteuerpanels 2001 bis 2010 untersucht, kommt zu folgendem Ergebnis: Anfangs verzeichnen junge Unternehmen ein dreimal stärkeres Wachstum als ältere Unternehmen, allerdings bleibt nur ein gutes Drittel - trotz temporärer Rückschläge - dauerhaft auf Wachstumskurs. In der Meldung 'Gründerschwund?' (IfM-Standpunkt 13) wird vor einer Dramatisierung der rückläufigen Grundungszahlen gewarnt und der Blick auf einige positive Faktoren gelenkt. Demnach handelte es sich bei jeder vierten gewerblichen Existenzgründung in 2014 um die "Betriebsgründung einer Hauptniederlassung", der eine höhere wirtschaftliche Bedeutung als einer Kleinstgewerbegründung beizumessen sei. Außerdem gäbe es neben den klassischen Unternehmensgründungen eine wachsende Zahl von Solo-Selbstständigen und technologischen Start-ups, deren kreative Impulse zu einer permanenten Erneuerung und Modernisierung der Wirtschaft beitrügen.

Wie wird man Existenzgründer?

Wollten Sie sich schon immer Ihr eigener Chef sein und sich selbstständig machen? Sind Sie bereit, sich überdurchschnittlich zu engagieren, Verantwortung zu übernehmen, Menschen zu überzeugen und sie zu führen? Lesen Sie hier, was Sie als Unternehmer wissen, kennen und können müssen. So starten Sie durch!

 

In 7 Schritten zur Existenzgründung

Die Gründung kann in sieben Schritten zusammengefasst werden. Sie reichen von der Persönlichkeitsprüfung über die Aneignung von Gründerwissen, die Wahl der Unternehmensform, die Businessplan-Erstellung, die Begleitung durch Unternehmensberater und die Kreditverhandlungen bis hin zur Geschäftseröffnung.

Erfolgreich gründen: in 7 Schritten zum eigenen Unternehmen

  1. Persönlichkeits-Check: Sind Sie ein Unternehmertyp?
  2. Existenzgründerseminar: Was Sie als Unternehmer wirklich wissen müssen
  3. Entscheiden Sie: Neu-Gründung, Franchise-Gründung oder Unternehmensnachfolge
  4. Von der Geschäftsidee zum erfolgreichen Geschäftskonzept: So entsteht Ihr Businessplan
  5. Gründung „absichern“: Unternehmensberater involvieren!
  6. Erste Hürde meistern: Aufs Bankgespräch gut vorbereiten!
  7. Vor der Geschäftseröffnung: Konten einrichten, Versicherungen abschließen

 

Schritt 1: Persönlichkeits-Check

Sind Sie ein Unternehmertyp? Seien Sie selbstkritisch!

Jede Unternehmensgründung sollte mit der Frage beginnen, ob die persönlichen Konsequenzen einer Selbstständigkeit für Sie wirklich erwünscht sind und ob Sie über die richtigen Fähigkeiten und Charaktereigenschaften für die jeweilige Start-up verfügen.

Als Existenzgründer haben Sie keinen „Nine-to-five-Job“ mehr! Erfüllen Sie die körperlichen Voraussetzungen, um über längere Zeiträume hinweg lange Arbeitstage zu meistern? Und sind Sie als Gründer bereit, Ihr Privat- und Familienleben zumindest phasenweise dem eigenen Unternehmen zu opfern? Sie werden sich 50, 60 oder mehr Stunden pro Woche engagieren müssen. Vernachlässigen Sie trotzdem nicht Ihr Privatleben: Nichts ist demotivierender, als dass die Partnerschaft Ihr Gründungsvorhaben nicht mitträgt.

Sind Sie sich auch des Risikos und der Verantwortung einer Existenzgründung vollständig bewusst? Verfügen Sie als Existenzgründer über das grundlegende betriebswirtschaftliche Know-how für die selbstständige Existenz? Sind Sie als Gründer bereit, den mit der Selbstständigkeit verbundenen Konkurrenzdruck auf sich zu nehmen?

Konnten Sie schon immer gut verkaufen, Menschen überzeugen und begeistern? Dies ist Ihre vielleicht wichtigste Qualifikation als Unternehmer. Eine weitere heißt: Organisationstalent. Können Sie sich und Ihre Arbeit gut strukturieren? Auch und erst recht, wenn Sie viel um die Ohren haben? Beherrschen Sie Zeitmanagement?

Last but not least: Sind Sie von Ihrer Geschäftsidee vollkommen überzeugt? Sind Sie ein Mensch, der sich bisher von Rückschlägen nicht entmutigen ließ, erfolgreich „weitergekämpft“ und Ziele erreicht hat?

Sollten Sie sich selbstständig machen? Führen Sie den Selbsttest durch. Hier finden Sie unsere Persönlichkeits-Checkliste für Existenzgründer.

 

Schritt 2: Existenzgründerseminar. Was Sie als Unternehmer wirklich wissen müssen

Wie führt man ein Unternehmen? Welche Rechtsformen für Existenzgründer gibt es? Als Unternehmer brauchen Sie Kenntnisse aus den Bereichen Kaufmännisches, Betriebswirtschaft, Management und Rechtsformen, die Sie als Arbeitnehmer kaum oder nur marginal erworben haben dürften. Eine erste Einführung bieten Existenzgründerseminare. Mehr dazu finden Sie hier.

 

Schritt 3: Neu-Gründung, Franchise-Gründung oder Unternehmensnachfolge - Entscheiden Sie!

Haben Sie die brillante Geschäftsidee, bei der Sie wissen, Sie haben die Nase vorn vor der Konkurrenz? Möchten Sie unter Ihrem eigenen Namen gründen, Ihre eigene Marke etablieren und Ihre Entscheidungen ganz souverän treffen, ohne dass andere mitreden? Gründen Sie Ihr eigenes Einzel-Unternehmen. Bedenken Sie aber auch: Um ausreichend Kapital zu beschaffen, können Beteiligungen vonnöten oder vorteilhaft sein.

Möchten Sie Ihr Unternehmen mit einem erprobten Geschäftskonzept gründen? Franchising bietet Ihnen die Chance dazu. Hier finden Sie Franchise-Systeme, die zurzeit auf der Suche nach Partnern sind, welche ihr Geschäftsmodell in einem noch freien, exklusiv geschützten Vertriebsgebiet umsetzen.

 

Bevorzugen Sie eine Gründung mit System?

Wenn Sie sich für eine Existenzgründung interessieren, aber noch keine passende Geschäftsidee gefunden haben, sollten Sie mal unser Matching Tool ausprobieren! Hier erhalten Sie individuelle Vorschläge, die zu Ihren Angaben passen. Vielleicht passt ja ein Franchise- oder Lizenzsystem perfekt zu Ihnen und Ihren Vorstellungen einer Existenzgründung! Im Rahmen der Unternehmensnachfolge werden mitunter auch bestehende Franchise-Betriebe angeboten, dazu bietet das Portal Unternehmer-gesucht spezielle Angebote.

Bedenken Sie: Als Franchisenehmer sind Sie wirtschaftlich vollkommen selbstständig und müssen den Firmenaufbau komplett selbst stemmen. Trotzdem unterliegen sie den Weisungsbefugnissen Ihres Franchisegebers. Franchisenehmer sind „besondere“ Unternehmer. Team- und Netzwerk-Fähigkeit sind wichtig.

Sind Sie ein Franchisenehmer-Typ? Laden Sie unser eBook herunter„Die wichtigsten Eigenschaften erfolgreicher Franchise-Nehmer“!

Haben Sie schon einmal über eine Unternehmensnachfolge nachgedacht? In der alternden Gesellschaft gibt es ein Überangebot an Unternehmen (z.B. Familienbetrieben), die einen „neuen Chef“ suchen! Ihr Vorteil: Sie übernehmen einen etablierten Betrieb mit Kundenstamm und erfahrenen Mitarbeitern. Die Nachteile liegen in der schwierigen Errechnung eines realistischen Kaufpreises (was ist ein Unternehmen wirklich wert?) und in der Tatsache, dass Sie sich in ein bereits bestehendes System einfügen.

 

Schritt 4: von der Geschäftsidee zum erfolgreichen Geschäftskonzept. So entsteht Ihr Businessplan.

Möchten Sie so fachmännisch gründen wie Sie arbeiten? Für Ihre Gründung mit Perspektive benötigen Sie einen professionellen Businessplan. Im Businessplan wird aus ihrer Geschäftsidee ein konkretes Konzept. Sie beschreiben detailliert Produkt oder Dienstleistung, grenzen die Zielgruppe ein, fügen Ergebnisse Ihrer Marktanalysen ein, legen Ihre Unternehmensziele und Ihre Marketing-Strategie fest und – einer der wichtigsten Punkte: erarbeiten eine fundierte Finanzierungsplanung. Der Businessplan dient Ihnen als als Guideline für die Existenzgründung, den Geschäftsaufbau und die ersten drei Geschäftsjahre. Ganz wichtig: Nur mit einem überzeugenden Businessplan gewinnen Sie Geldgeber oder Partner!

 

Schritt 5: Gründung „absichern“: Unternehmensberater involvieren!

Haben Sie schon einmal ein Unternehmen aufgebaut? Wissen Sie, wie Sie Ziele und Strategien festlegen? Wie Sie einen Businessplan schreiben, vor Bankberatern auftreten, eine Geschäftseröffnung durchplanen und ein Unternehmen samt Mitarbeiter führen? Sicher nicht. Sie sind Profi in Ihrem operativen Geschäft, aber kaum als Existenzgründer. Hier kommt der Gründungsberater ins Spiel. Er begleitet Existenzgründungen täglich, sie sind sein Kerngeschäft. Rechnen Sie mit Honoraren im mittleren vierstelligen Bereich. Sie schützen Sie vor teureren Starter-Fehlern und juristischen Fallstricken. Wussten Sie, dass Sie sich die Berater-Leistungen durch Förderprogramme finanziell unterstützen lassen können?

 

Schritt 6: Erste Hürde meistern. Aufs Bankgespräch gut vorbereiten!

Welche Bank finanziert Existenzgründer?

Kommen wir zum nächsten Punkt: Finanzierung und Fördermittel. Ihr Businessplan steht. Sie kennen Ihren Kapitalbedarf an Eigen- und Fremdkapital. Sie wissen, welche Fördermittel Ihre Finanzierung unterstützen können. Ihr Gründungsberater hat Sie auf die Erwartungshaltung der Kreditgeber vorbereitet. Jetzt ist es an Ihnen, den ersten Punktsieg zu landen: Bereiten Sie sich akribisch auf das Bankgespräch vor. In Zeiten restriktiver Kreditvergabe – Stichwort Basel IV – erhalten nur die überzeugendsten Präsentationen den Zuschlag.

Übrigens:

Warum scheitern Existenzgründer? Am häufigsten nicht wegen Überschuldung, sondern wegen Unterfinanzierung. Siehe neben Bankkrediten und Fördermitteln auch alternative Finanzierungsmöglichkeiten.

Laden Sie das eBook herunter: „Alternative Finanzierungs-Instrumente - Überblick für den Mittelstand“

 

Schritt 7: Vor der Geschäftseröffnung – Konten einrichten, Versicherungen abschließen.

Welche Versicherungen für Existenzgründer brauchen Sie?

Können Sie mit Geld umgehen wie ein Kaufmann? Spätestens jetzt müssen Sie es. Trennen Sie Privat- und Geschäftskonten, eröffnen Sie mindestens ein Kontokorrentkonto. Behalten Sie Ihre Liquiditätsplanung im Blick. Entscheiden Sie sich für die passende Kranken- und Pflegeversicherung: Wägen Sie die Vor- und Nachteile der freiwillig gesetzlichen und privaten Krankenversicherung ab. Schließen Sie die Versicherungen ab, die Sie wirklich brauchen – und nur die! – von Betriebshaftpflicht über Firmenrechtsschutz bis hin zu Berufsunfähigkeit. Und jetzt: Stellen Sie Mitarbeiter ein.

Viel Erfolg als Existenzgründer!

Videos zum Thema Existenzgründung

Autor:

Ulrich Kessler
Ulrich Kessler
FranchisePORTAL GmbH 2019
Finden Sie Ihr passendes Franchise-System mit unserer Komfortsuche!
Angebote suchen
Informieren
Gründen!
Jetzt mein System finden

Glossar