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Werbung als Gründer - wie junge Unternehmen erste Erfolge feiern können

Der Start des eigenen Unternehmens ist ein großartiger Schritt, doch ist es kein leichter. Vor der Gründung muss viel geplant werden, es stehen dutzende Behörden- und Investorengänge an. Wer förderungsfähig ist, muss sich selbstständig über die Möglichkeiten informieren, die teils auf Bundes-, Landes- und EU-Ebene vergeben werden.

Und steht alles, kommt das nächste große Thema: Das Unternehmen, das Produkt oder die Dienstleistung muss bekannt werden. Es ist also eine Werbestrategie notwendig. Aber welche Marketingoptionen bestehen für Gründer? Immerhin steht nur den wenigsten Jungunternehmen ein hohes Budget zur Verfügung, welches in die Werbung platziert werden kann. Dieser Artikel befasst sich mit der Frage und stellt einige Optionen vor.

Klassische Werbung

Zu Beginn eines Unternehmens geht es bei der Werbung in erster Linie darum, das Produkt oder die Dienstleistung bekannt zu machen. Der Kunde muss erfahren, was er bekommt und was er erwarten kann. Beispielsweise würde eine Werbekampagne für die »Hasen OHG« wenig Sinn machen, da potenzielle Kunden nicht wissen, was sich dahinter verbirgt. Eine Kampagne »Wellness vom Hasen« oder die gezielte Anpreisung einzelner Produkte hingegen versteht ein Kunde direkt. Und diese Option lässt sich auf diversen Wegen ausprobieren:

  • Zeitungen - gerade für regional tätige Betriebe ist die Tages- und Wochenzeitung immer noch ein guter Weg, um auf sich aufmerksam zu machen. Die Anzeigen können für die Print- und Onlineausgaben geschaltet werden, was wiederum die Reichweite erhöht. Tipp: In vielen Ortsteilen gibt es eigene Stadtteilzeitschriften oder Gemeindezeitschriften. Auch in ihnen können Unternehmen werben.
  • Flyer - für viele Unternehmen bieten sich auch Flyer an. Hier gilt es jedoch, sie nicht einfach planlos zu verteilen. Einfach jemanden zu beauftragen, der Flyer in der Innenstadt verteilt, führt selten zum Erfolg - zudem ist der Flyereigentümer für die Müllentsorgung zuständig. Sinnvoller ist es, gezielte Briefkastenkampagnen auszuprobieren und in Geschäften zu fragen, ob Flyer ausgelegt werden dürfen. Glücklicherweise lassen sich solche Flyer heute günstig online drucken, wobei viele verschiedene Gestaltungsoptionen verwendet werden können.
  • Plakate - auch gut gestaltete Plakate können sinnvoll sein. Ob es die große Plakatwerbung sein muss, hängt auch mit vom Budget ab. Es gibt aber im regionalen Raum immer Geschäfte, die das Aufhängen von Plakaten erlauben.
  • Online-Werbung - hierzu zählt in diesem Fall alles, was sich im Internet abspielt und um direkte Produktvermarktung geht. Für viele Unternehmen lohnt sich der Eintrag in entsprechende Branchenbücher und auf Branchenportalen. Die Suchportale bieten die Möglichkeit, das Unternehmen und die Dienstleistung hervorragend zu beschreiben. Auch SEO-Maßnahmen und PPC-Kampagnen sind wichtige Bestandteile der Online-Werbung.
  • TV-Werbung - dieser Weg eignet sich wohl für die wenigsten Jungunternehmen, da die TV-Werbung sehr teuer ist.

Wenn auch Produkte und Dienstleistungen in den Anfangstagen im Mittelpunkt stellen, so braucht der Firmenname natürlich nicht missachtet werden. Es sollte nur kein Fokus auf die »Hasen OHG« gelegt werden, ohne zu sagen, ob die Firma nun Wellnessmassagen bietet, Bäder renoviert oder vegane Schokoladenpralinen verkauft. Als Franchisenehmer haben Unternehmer den Vorteil, dass sie durch Werbemaßnahmen des Franchisegebers häufig unterstützt werden. Nicht selten verfügt dieser über ganz andere Werbemöglichkeiten, die auch dem Franchisenehmer zu Gute kommen. Das gilt auch für das folgende Thema:

Content-Marketing und Newsletter-Marketing

Mit dem Start der Firma sollte freilich eine Website vorhanden sein. Denn früher oder später werden Interessenten online schauen, was das für eine Firma ist. Gleichfalls bietet die Homepage aber auch die Option, Kunden und Interessenten auf weniger direktem Weg zu gewinnen und an sich zu binden. Einige Möglichkeiten:

  • Content-Marketing - ohne eine ordentliche Suchmaschinenoptimierung hat es jede Webseite und somit auch der hauseigene Onlineshop schwer. Allerdings genügen reine Keywords oder Verlinkungen nicht mehr aus, denn die Suchmaschinen erwarten Inhalte. Inhalte, die Seitenbesucher informieren, unterhalten und ihnen den hochgelobten Mehrwert bieten. Auf welchem Weg ein Gründer diese Auflagen erfüllen kann, hängt mit von der Firma ab. Die vegane Pralinenproduktion lässt sich beispielsweise wunderbar in Bild, Video und Text auf der Homepage zeigen. Auch Wellnessmassagen können informativ erklärt werden. Wer zunächst durch informative oder unterhaltsame Inhalte überzeugt, erhält später zahlende Kunden.
  • Newsletter-Marketing - im besten Fall meldet sich jeder Seitenbesucher bei seinem ersten Besuch für den Newsletter an und wird durch diesen immer wieder an die Existenz des Unternehmens erinnert. Da es jeder Gründer aber von sich als Privatperson kennt, auf Newsletter skeptisch zu reagieren, muss er sich etwas einfallen lassen. Eine kleine Belohnung für die Anmeldung kann hierbei helfen. Diese Aktion lässt sich übrigens auch mit Infobriefen offline ausführen.

Wichtig beim Newsletter ist, dass dieser attraktiv und informativ gestaltet sein muss. Auch er muss bei der Zielgruppe ankommen und von dieser angenommen werden. Die meisten Unternehmen müssen anfangs mehrere Wege austesten, bis sie den einen Newsletter gefunden haben, der für ihren Betrieb funktioniert.

Tipps für Gründer

Mit der Werbung ist es oft so, dass man fünf Personen nach Ratschlägen fragt und sogleich fünfzehn verschiedene Meinungen erhält. Daher sollte sich jeder Gründer eigenständig informieren und sich genau überlegen, was funktionieren könnte und was nicht. Dabei hilft es, sich an anderen Unternehmen zu orientieren, doch sollte niemals davon ausgegangen werden, dass ein Weg zu einhundert Prozent kopierbar ist. Zudem:

  • Budget - es muss genau überlegt werden, welches Budget für die Werbung zur Verfügung steht. Dieses wird dann teilweise in höchstens drei Aktionen investiert. Auf diese Weise ist noch ausreichend Geld vorhanden, um nachzujustieren oder eine Werbeaktion abzubrechen und gegen eine andere zu ersetzen.
  • Zielgruppe - Werbung hängt immer von der Zielgruppe ab. Um nicht unnötig Geld auszugeben, sollten Gründer zuvor also eine genaue Vorstellung von der realen (nicht der erhofften/erdachten) Zielgruppe haben.
  • Soziale Medien - selbst ohne finanziellen Aufwand oder mit geringen Mitteln können Gründer in den sozialen Medien perfekt auf sich und die Produkte aufmerksam machen. Wie jeder weiß ist hier allerdings ein dickes Fell gefragt, da nicht jeder Kommentar positiv ausfallen wird.

Zuletzt gilt, dass Gründer nicht darauf bestehen sollten, dass ihnen selbst eine Werbung gefällt. Der eigene Geschmack ist eher unwichtig, der Geschmack der potenziellen Kunden zählt.

Fazit - aller Anfang ist schwer

Es ist eine Phrase, doch entspricht sie der Wahrheit. In den Anfangstagen können Unternehmer nicht mit dem Namen ihres Unternehmens werben und diesen für sich sprechen lassen – es sei denn, man gründet als Franchise-Partner einer bekannten Marke.

Bildquellen:

Abbildung 1: @ ribkhan (CC0-Lizenz) / pixabay.com

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