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Investments in Franchisesysteme: Direkt oder indirekt?

Es ist bekannt, dass Franchisenehmer häufig eine größere Chance auf geschäftlichen Erfolg haben, als Einzelunternehmer oder Gründer von Start-Ups. Das liegt vor allem daran, dass das Geschäftsmodell bereits getestet ist, die Marke im Markt bekannt und der Franchisegeber dem Franchisenehmer meist auch unter die Arme greift.

Wenn das Franchisemodell so lukrativ ist, stellt sich die folgende Frage: Würde es nicht auch Sinn machen, in Aktien der Franchiseunternehmen zu investieren? Die Frage ist ein wenig wie Äpfel mit Birnen zu vergleichen. Als reines Investment gibt es Vor- und Nachteile in Aktien von Franchiseunternehmen zu investieren.

Ein Beispiel

Nehmen wir den Fall McDonald's: Wenn man eine Filiale eröffnen möchte, muss man mindestens 500.000€ Eigenkapital mitbringen, besser mehr. Außerdem muss man sich darauf einstellen, jährlich einen Teil seines Gewinns an den Franchisegeber abzuführen, ganz abgesehen von der Zeit, die man in das eigene Restaurant investieren müsste.

Wer auf der anderen Seite „Miteigentümer“ von McDonald's über den Weg der Aktie sein möchte, der ist schon ab knapp 150€ dabei (Stand Januar 2018). Wer vor 5 Jahren in McDonald's investiert hätte, hätte sein Kapital in etwa verdoppelt – aus den 500.000€ Eigenkapital wären so also eine Million Euro geworden – und das ohne dafür mehr als 10 Minuten pro Jahr zu arbeiten. Natürlich ist man hinterher immer schlauer und das Beispiel ist auch in einer wirtschaftlich guten Situation gerechnet – Gewinne mit Aktien sind niemals sicher und das Kapital ist immer dem (im Falle von McDonald's zugegebenermaßen eher geringen) Risiko des Totalverlusts ausgesetzt.

Franchiseunternehmen performen besser als der Vergleichsindex

Das Beispiel soll das Potential aufzeigen, das börsengehandelte Franchiseunternehmen als Anlageklasse haben. Mittlerweile gibt es von der Universität New Hampshire einen Index, der die 50 beliebtesten börsennotierten Franchiseunternehmen nachbildet. Dieser Index schneidet über die Jahre hinweg immer besser ab als der Vergleichsindex über die 500 größten börsennotierten Unternehmen in den USA. Der Entwickler des Fonds, Udo Schlentrich, sagt dazu: „Obwohl die RIFC 50 Unternehmen den S&P500 über die vergangenen fünf Jahre deutlich geschlagen haben, gibt es keine Garantie, dass das in der Zukunft auch der Fall sein wird. Wir denken, dass einer der Gründe für das Wachstum ist, dass Franchising als Geschäftsmodell von Investoren immer besser verstanden und wertgeschätzt wird. Zum Beispiel sind Franchiseunternehmen weniger kapitalintensiv. Zusätzlich wird das finanzielle Risiko größtenteils vom Franchisenehmer getragen. […] Viele Franchisesysteme haben es geschafft, internationale Märkte effektiv zu durchdringen und somit für zusätzliches Wachstum zu sorgen und politische und wirtschaftliche Risiken zu verteilen.“

Potential für Franchisenehmer nach oben offen

Der Vergleich mit dem Index zeigt aber auch die Kehrseite der Medaille auf: Schaut man sich die absoluten Zahlen an, legt der Vergleichsindex ein Wachstum von circa 7% pro Jahr hin, der RIFC in etwa doppelt so viel.

Das sind keine unansehnlichen Renditen, vor allem wenn man bedenkt, dass dafür keine Arbeit notwendig ist, sondern lediglich Kapital eingesetzt werden muss. Sieht man sich aber nun im Vergleich dazu an, was mit Franchisesystemen für Gründer zum Teil möglich ist, kommt man in einer ganz anderen Größenordnung an: Erfolgsgeschichten mit enormen Wachstum sind möglich.

Weiterer wichtiger Vorteil gegenüber Aktien: Die Kontrolle über das eigene Unternehmen. Als Aktionär hat man keinerlei Einfluss darauf, wie sich das Unternehmen entwickelt, welche Entscheidungen getroffen werden und wie das eigene Kapital eingesetzt wird – diese Kontrolle wird komplett an die Geschäftsführung abgegeben. Im eigenen Franchiseunternehmen hingegen kann sehr wohl kontrolliert werden, wie Gelder eingesetzt werden und wie Geschäftsprozesse ablaufen sollen. Und mit dieser Kontrolle kommt auch die Kontrolle über den Umsatz, Kosten und den entsprechenden Gewinn.

Die unterschiedlichen Formen von Kontrolle

Kontrolle über ein Franchiseunternehmen kann dabei in verschiedenen Abstufungen stattfinden: Die meiste Kontrolle hat der Inhaber, der sein Geschäft als Einzelunternehmer auch selbst betreibt. Weniger Kontrolle hat der Typ „Investor“, der Angestellte und Manager anstellt, um den Betrieb zu gewährleisten. Das zweite Modell benötigt mehr Kapital und ist fehleranfälliger, bietet aber dafür mehr Potential für Wachstum und entsprechend höhere Renditen. In beiden Fällen ist der Return on Investment in der Regel höher als von entsprechenden Aktien oder anderen Finanzinstrumenten.

Am Ende steht immer der Vergleich von Risiko zu Rendite. Bei Aktieninvestments ist es dabei so, dass die höchste Rendite immer von den Aktien mit dem höchsten Risiko des Totalverlusts kommt. Das Prinzip stimmt auch für Unternehmer – viele scheitern in den ersten fünf Jahren. Allerdings lässt sich das Risiko durch sorgfältige Planung und Risikomanagement gut eingrenzen.

Wie zu Eingang schon erwähnt – die Chance auf Erfolg ist mit dem richtigen Franchisesystem deutlich höher, als wenn die Selbstständigkeit „auf eigene Faust“ angegangen wird. Und der Vorteil der Skalierbarkeit – viele Franchisenehmer betreiben mehrere Franchises und Standorte – gibt dem Unternehmer selbst die Kontrolle über die Rendite.

Fazit

Ein direktes Investment in ein Franchisesystem mit einem Aktieninvestment in einen Franchisegeber gegenüberzustellen ist ein wenig wie Äpfel mit Birnen zu vergleichen. Beide Investments haben Vor- und Nachteile. Während beim Aktieninvestment kaum Zeit investiert werden muss, ist das Renditepotential nach oben beschränkt. Beim Franchisesystem ist es genau anders herum: Es muss viel Zeit investiert werden, allerdings ist das Renditepotential nach oben offen.

Bilder:

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