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Home Office in der Corona-Krise: So schaffst du das!

Auf die Corona-Pandemie und ihre Auswirkungen auf unser privates wie berufliches Leben war in diesem Ausmaß wohl niemand vorbereitet. Die einen können nicht arbeiten, weil schlichtweg der Arbeitsplatz von Publikum bzw. Gästen lebt und nun geschlossen ist. Cafés, Restaurants, Fitnessstudios, Theater und so viele mehr sind betroffen. Die anderen hingegen wurden teilweise ohne jegliche Vorerfahrung ins Home Office geschickt…  

Wenn du gerade in deinem “Home Office” sitzt, noch deinen Pyjama an hast, dein Office eigentlich deine Couch ist und du nicht weißt, wie das so noch wochenlang weitergehen soll, haben wir ein paar Tipps und Checklisten für dich zusammengestellt, die dir dein Leben im Home Office ganz sicher leichter machen werden!

Home Office: Technik und Tools, die dich weiter bringen

Hardware fürs Home Office

Um von zuhause arbeiten zu können, braucht es in Sachen IT und Tools eine sichere Umgebung, auf die du dich verlassen kannst und die allen gesetzlichen Vorgaben entspricht. So solltest du zum Beispiel nicht einfach deinen privaten PC nutzen. Die meisten Arbeitgeber haben ihren Home Office Mitarbeitern daher einen Laptop oder ähnliches zur Verfügung gestellt. 

Generell gilt: Wer hier spart, der muss in Nerven und Arbeitszeit draufzahlen. Vielleicht erscheinen dir einige der Punkte in unserer Checkliste für die Hardware im Home Office unnötig oder übertrieben. Spätestens nach zwei Wochen zuhause wirst du feststellen, dass sie es nicht sind… Ein Headset erlaubt dir zum Beispiel die Hände während eines Gesprächs frei zu haben, ein großer Bildschirm ermöglicht dir erst den vernünftigen Umgang mit komplexen GoogleSheets oder Excel-Tabellen, etc. 

Diese Checkliste hilft dir, die technische Ausstattung zuhause sicherzustellen:

  • Laptop/PC: leistungsstark

  • Internet: möglichst schnelle und sichere Leitung, ggf. auf WLAN verzichten; mind. WPA2-Verschlüsselung, besser VPN

  • Bildschirm: ausreichend groß, ggf. zweiter Bildschirm

  • Headset: wichtig für Meetings und ggf. auch Telefonate, wenn diese über deine Büro-Telefonnummer an deinen Rechner weitergeleitet werden

  • Tastatur und Maus

  • Kamera: einziger Nice-to-have-Punkt in dieser Liste, jedoch wird der virtuelle menschliche Kontakt in den nächsten Wochen so wichtig werden, dass die Kamera eigentlich ein Must-have ist.

Dein Arbeitsplatz zuhause

Im Home Office zu arbeiten hat viele Vorteile - manche davon sind allerdings trügerisch. So KANN man zwar von der Couch oder gar aus dem Bett heraus arbeiten, wie lange man dabei tatsächlich produktiv und motiviert bleibt, steht auf einem anderen Blatt. 

Wer Kinder zuhause hat, kann sich auch nicht einfach an den Küchentisch oder Esstisch setzen, denn hier werden in Zeiten von Corona auch die Kinder ihre Zeit verbringen. Idealerweise richtest du dir also einen festen Arbeitsplatz in deinem Zuhause ein. Wenn man bei diesem auch noch eine Türe schließen kann, umso besser.

7 Tipps für einen guten Home Office-Platz:

  1. Wähle einen separaten Raum aus: Wenn es kein Extra-Zimmer gibt, nutze z.B. dein Schlafzimmer oder das Wohnzimmer (wenn du alleine zuhause bist).
  2. Optische/Räumliche Trennung: Wenn kein eigenes Zimmer für ein Büro vorhanden ist, ist jede Form von Trennung zu deinem Privatleben hilfreich - auch in psychologischer Hinsicht. Raumtrenner wie offene Regale oder Vorhänge können funktionieren.
  3. Lege einen Platz fest: Du solltest nicht jedes Mal alles auf und wieder abbauen müssen.
  4. Lichtverhältnisse: Idealerweise hast du bei jedem Wetter ausreichend Tageslicht, unterstützend kann aber auch die richtige künstliche Beleuchtung wirken, wenn diese hell genug gewählt wird.
  5. Stuhl: Ein guter sprich ergonomischer Bürostuhl ist auch im Home Office wichtig, schließlich geht es um deine Gesundheit! Vielleicht konntest du deinen Bürostuhl von der Arbeit mitnehmen, ansonsten ist die Anschaffung in den nächsten Wochen wichtig für deinen Rücken. 
  6. Tisch: Auch die Größe des Schreibtisches sowie die richtige Höhe tragen zu einem guten Home Office-Platz bei. 
  7. Wohlfühlen: Eine Pflanze, die richtige Temperatur, ein Bild von deinen Liebsten, ein Radio… richte dir dein Büro im Home Office möglichst nach deinem Geschmack ein! Hier sollst du dich wohlfühlen und dich gerne aufhalten.

Tools fürs Home Office

Damit ein gemeinsames Arbeiten von zuhause gelingen kann, sind Tools unabkömmlich. Wenn ihr derzeit angestellt seit, hat sich wahrscheinlich dein Arbeitgeber hierzu Gedanken gemacht und euch entsprechende Tools eingerichtet und vorgestellt. Falls das nicht der Fall ist oder du dich für andere und ergänzende Tools interessierst, stellen wir dir hier ein paar gängige Tools fürs Home Office vor. Die meisten sind kostenfrei oder verursachen nur geringe Kosten: 

Kommunikation mit Kollegen und Vorgesetzten:

  • Slack
  • Microsoft Teams

Virtuelle Meetings:

  • Zoom
  • Skype
  • Google Meet

Online-Telefonie:

  • Clinq
  • Placetel
  • Zoom-Phone

Teammanagement und Absprachen:

  • Trello
  • monday
  • Doodle

Bist du selbstständig im Home Office oder selbst Arbeitgeber? Dann findest du in diesem Artikel weitere hilfreiche Tools.

Organisation und Motivation im Home Office

Alles, was oben steht hast du schon umgesetzt? Gut! Zum effizienten und motivierten Arbeiten aus dem Home Office gehört jedoch gerade auf lange Sicht noch mehr als nur ein gut eingerichteter Arbeitsplatz. Hier ein paar Tipps und Tricks, wie du im Home Office gut motiviert bleibst:

Arbeitszeit

Im Home Office ist man flexibel - das ist der große Pluspunkt. Man kann mal zwischendurch eine Ladung Wäsche aufsetzen und gemeinsam mit der Familie eine Mittagspause machen. Da spricht nichts dagegen. Aber Vorsicht: Ständige Unterbrechungen werden deine Produktivität mindern und dein Stresslevel steigern. Wenn du keine festen Arbeitszeiten hast, kommt schnell das Gefühl auf, dass man eigentlich rund um die Uhr etwas zu erledigen hätte. Schnell checkt man noch kurz vorm Zubettgehen die Mails oder ertappt sich dabei, dass man sich beim Abendessen kochen hetzt, weil doch noch etwas Wichtiges zu erledigen war. Besser: Sofern dein Arbeitgeber deine Arbeitszeit nicht festgelegt hat, solltest du das für dich selbst tun. Davor und danach hast du dann auch wirklich “frei” und du hast deinem Tag zuhause eine Struktur gegeben.

Kleidung und Äußeres

Eingangs wurde der Schlafanzug schon erwähnt und im Netz wimmelt es nur so von lustigen Bildern mit Menschen in Jogginghose und Co, die an der Videokonferenz aus dem Bett teilnehmen und denken, keiner merkt es. Spaß beiseite: Natürlich müssen es zuhause nicht der frisch gebügelte Nadelstreifenanzug und die unbequemen Schuhe sein. Aber sich etwas anziehen, womit man auch auf die Straße gehen könnte, ist ein guter Motivationsschub und sagt auch deinem Unterbewusstsein: Jetzt geht es los, ich fange an! Gleiches gilt für deine Morgenhygiene und Routinen: Mach es einfach genau so, wie du es sonst auch machst, wenn du ins Büro gehst.

Ablenkung vermeiden

Mit die größte Herausforderung für produktives Arbeiten im Home Office ist die Gefahr der ständigen Ablenkung. Das Kind hat sich das Knie gestoßen, die Katze blockiert den Bildschirm, der Müll müsste dringend raus und eigentlich hatte man der Oma versprochen, sie anzurufen… Nebenbei läuft der Fernseher mit ausnahmsweise spannendem Programm und der beste Freund meldet sich per Whatsapp, wann man denn mal wieder gemeinsam online spielen sollte… Logisch, dass da unliebsame Aufgaben gerne nach hinten verschoben werden. Stopp! Tu dir selbst den Gefallen und schließe alle Ablenkungs-Fallen so gut es geht aus. Also Fernseher aus, Handy auf lautlos und möglichst aus dem direkten Blickfeld. Familienmitglieder werden sich nach und nach an deine neue Routine gewöhnen und auch die Haustiere werden bald wissen, dass du “nur” im Home Office arbeitest.  

Tagesziele definieren

Sich ein Tagesziel und Wochenziele zu setzen, ist vielen aus der Arbeit im Büro nicht vertraut. Andere haben vielleicht schon mit der Kanban-Methode oder Ähnlichem gearbeitet und müssen sich nun nur noch ermahnen, dies auch im Home Office zu tun. Neben der festen Arbeitszeit hilft ein definiertes Tagesziel (oder mehrere kleine), dich zufrieden zu fühlen. Du wirst wissen, was du an einem Arbeitstag alles geschafft hast, und dass du produktiv warst. Dabei ist es natürlich wichtig, die Ziele realistisch zu wählen, damit kein Frust aufkommt. Die Erfahrung, um dies gut einschätzen zu können, gewinnst du nach und nach. 

Routinen etablieren

Es ist hilfreich, wenn du eine Uhrzeit findest, zu der du wochentags nun immer aufstehst. Die kann natürlich später sein, wenn du gerne lange schläfst - schließlich entfällt ja der Weg zur Arbeit. Die festen Arbeitszeiten helfen dir zudem, dich pünktlich an den Rechner zu setzen. Wichtig ist aber auch, dass du Pausen etablierst: Ein, zwei kleine Kaffeepausen, die du im Büro mit deinen Kollegen auch machen würdest. Und natürlich eine richtige Mittagspause - auch wenn du alleine zuhause bist, solltest du dir Zeit nehmen, etwas in Ruhe und nicht vor dem PC zu essen. Vielleicht setzt du dich auf den Balkon, in den Garten oder drehst mal eine Runde um den Block.

Austausch mit Kollegen

Bei aller Technik sollte der persönliche Austausch mit den Kollegen und Vorgesetzten nicht ausbleiben. Was schon für das “normale” Home Office gilt, ist in Zeiten von Corona, Ausgangssperren und Kontaktverboten umso wichtiger! Die unter Tools genannten virtuellen Konferenz-Modelle und auch das klassische Telefonieren werden dir dabei helfen, dich nicht alleine und isoliert zu fühlen. Auch Raum für etwas Smalltalk und persönlichen Austausch sollte man sich selbst und anderen gewähren.

Bewegung

Gerade wichtiger denn je ist sich ausreichend zu bewegen! Natürlich alleine oder mit denen, die mit dir zusammenleben, und nur dort, wo man viel Platz hat, sich auszuweichen. Die Wege zwischen Bett, Home Office, Kaffeemaschine und Badezimmer sind auch im schönsten und größten Haus nicht lang genug, als dass körperliche Bewegung an der frischen Luft unnötig würde. Also: Halte dich an deine Arbeitszeiten, dann kannst du ganz entspannt einen Spaziergang nach getaner Arbeit genießen!

Fazit

Aller Anfang ist schwer: Nicht jedem fällt die - vor allem aktuell erzwungene - Umstellung auf das Home Office leicht. Mit der richtigen Ausstattung und den passenden Tools für deine Arbeit sowie etwas Struktur und Ordnung in deinem neuen Alltag zuhause, kannst du es aber sicher schaffen. 

Und wer weiß - vielleicht findest du bald Geschmack am Arbeiten von Zuhause! Wenn das für dich eine Option ist, rückt auch eine Selbstständigkeit im Home Office in ein anderes Licht. Schließlich hast du jetzt schon Erfahrung und viele Fragen, die sich dir zum Thema Zuhause arbeiten gestellt haben, sind längst geklärt.

Hier kannst du dich zu Geschäftsideen für dein Home Office inspirieren lassen! 


Bildquelle: pixabay.vom / janeb13

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