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Ratgeber
für Franchise-Interessierte

Handwerk & Franchise: Ein ignoriertes Potenzial

Das Thema Franchising hat in den vergangenen Jahren an Popularität zugenommen. Doch viele Menschen sehen im Franchising nur eine der großen Fast-Food-Ketten. Dabei ist das Franchising in praktisch jeder Branche vertreten - auch im Handwerk. Und genau hier gibt es ein großes Potenzial, welches nur darauf wartet, entdeckt zu werden.


Die Anzahl der Existenzgründungen im Bereich Handwerk steigen seit einigen Jahren. Eine klassische Existenzgründung beginnt mit einer Idee, gefolgt von einem Businessplan, reicht über die Finanzierung und endet bei der Rechtsform, Standortwahl und Abschluss der Versicherungen. Laut diesen Zahlen und Fakten arbeiten 4,8 Millionen Deutsche, also 12,2 Prozent aller Erwerbstätigen, in einem handwerklichen Betrieb. Doch die Franchisewirtschaft besteht derzeit zu nur 7,3 Prozent aus der Branche des Handwerks.


Unwissenheit: Der größte Feind des Franchising-Konzepts
Das Franchising muss auch heute noch mit vielen Problemen kämpfen. Franchise wird hierzulande häufig immer noch mit dem Filialsystem verwechselt. Doch die zwei größten Probleme sind die Vorurteile und die Unwissenheit. Der klassische Arbeitnehmer, der sich selbstständig machen möchte, träumt von einem Leben als Unternehmer. Er ist davon überzeugt, dass das Leben als eigener Chef des Rätsels Lösung ist. Dabei ist die Unternehmensgründung kein Garant dafür, dass man erfolgreich sein wird. Als eigener Chef muss man sich um all das kümmern, um das man sich als Arbeitnehmer keine Gedanken machen musste:

  • Zukunftsplanung
  • Kundengewinnung
  • Marketing
  • und vieles mehr

Diese Aufgaben sind selbst für erfahrene Unternehmer eine Herausforderung geschweige denn für einen Neuling.


Einfacher kann sich das mit Franchising gestalten: Hier wird man Mitglied eines großen, etablierten Unternehmens, welches sich auf dem Markt bereits durchsetzen konnte. Der Franchisegeber kümmert sich um Aufgaben wie die Entwicklung eines Unternehmenskonzeptes, Kreation von Produkten oder Dienstleistungen, Festlegung der Unternehmensziele und Schulung.


Nach einer Schulung übernimmt der Franchisenehmer den Namen des Franchisegebers inklusive Unternehmenskonzept und allen damit verbundenen Leistungen und Anforderungen. Somit ergeben sich folgende Vorteile für ihn:

  • Service- und Dienstleistungen stehen zur Verfügung
  • Know-how-Transfer und Unterstützung in Betriebsführung
  • Bekanntheitsgrad durch eine etablierte Marke
  • Wettbewerbsvorteil durch Image des Franchisegebers
  • Aufgabenteilung zwischen beiden Seiten


Als Nachteile sind zum Beispiel zu nennen:

  • straff geführtes Vertriebssystem, dessen Anforderungen erfüllt werden müssen
  • Franchisegeber kontrolliert die Betriebsführung


Die zahlreichen Vorteile sind nicht kostenlos. Auf Franchisenehmer kommen folgende Kosten hinzu:

  • einmalige Eintrittsgebühr
  • Kauf der Ausstattung
  • laufende Gebühr


Der Handwerker als Franchisenehmer: Die Perspektive
Es gibt in etwa zwei Gruppen von Handwerkern, die sich für das Thema Franchising interessieren:

  • Neulinge, die gerade erst in den Markt einsteigen und
  • Veteranen, die sich bereits am Markt etablieren konnten.

Gehen wir zunächst auf die Veteranen ein, denn viele Menschen sind der Ansicht, dass sich das Franchising für einen etablierten Handwerker nicht lohnt. Dieser Fall zeigt jedoch, dass dies nicht der Fall ist: Ein Modernisierer fühlte sich seit Jahren wie in einem Hamsterrad. Er beobachtete den Preisanstieg für Löhne und Material, dies schlug sich aber nicht in seinen Einnahmen wieder. Der Unternehmer musste sich dazu entscheiden, entweder den Betrieb aufzugeben oder für ein zweites Standbein zu sorgen. Der Kölner entschied sich für das Franchising: Der Franchisegeber verlangte von ihm Investitionen, im Gegenzug wurde der Franchisenehmer geschult und hat gelernt, auf Kundenwünsche einzugehen und die Werbung nicht zu vernachlässigen. Das alles hat sich für den Franchisenehmer ausgezahlt.


Ganz anders ist das beim Neuling. Er hat gerade erst seine Ausbildung abgeschlossen und womöglich die Prüfung für den Meisterbrief abgelegt. Zwar hat er diesen Titel in der Tasche, ihm fehlt aber die notwendige Erfahrung, um sich auf dem Markt durchzusetzen. Indem er zum Franchisenehmer wird, hat er ähnliche Vorteile wie der Veteran: Er wird geschult, bekommt klare Anleitungen und muss seine Erfahrung nicht erst mit vielen Fehlschlägen lernen. Das alles kostet ihn Zeit und Geld, Letzteres kann er in das eigene Unternehmen investieren, um schneller zu wachsen.


Das passende Franchise-Konzept finden
Innerhalb der Handwerksbranche haben sich zahlreiche Franchisegeber etabliert. Jeder Franchisegeber hat unterschiedliche Anforderungen und Aufnahmekriterien. Interessierte müssen sich darüber im Klaren werden, ob die Selbstständigkeit und das Franchising zu ihnen passt. Um diese Frage zu beantworten, folgen im Anschluss einige hilfreiche Fragen.


1. Entscheidungskriterien
Der Weg in die Selbstständigkeit ist ein steiniger Pfad, der zugegebenermaßen nicht für jeden die beste Lösung ist, auch wenn viele Menschen davon träumen, ihr eigener Chef zu sein.

  • Können Sie sich mit dem Partner und seiner angebotenen Unterstützung identifizieren?
  • Sind Sie sich darüber im Klaren, dass die Franchise-Vorgaben Ihre Entscheidungsfreiheit einschränken?
  • Besitzen sie ausreichende fachliche und/oder kaufmännische Fähigkeiten für den Weg in die Selbstständigkeit?
  • Sind Sie in der Lage, mehr als das Übliche zu tun, damit ihr Unternehmen wachsen kann?
  • Sind Sie bereit, sich weiterzubilden?


2. Planungskriterien

  • Wie sieht die Konkurrenz aus?
  • Wie können Sie sich von der Konkurrenz abheben?
  • Gibt es für die angebotene Dienstleistung eine langfristige Nachfrage in der Region?
  • Sind die Preise realisierbar?
  • Wie ansprechend ist das Angebot des Franchisegebers?
  • Wie lange besteht das Konzept des Franchisegebers?
  • Wie viele Franchisenehmer werden betreut?
  • Wie sieht die Betreuung aus?
  • Wird den Franchisenehmern bei der Existenzgründung geholfen?
  • Welche Serviceleistungen bietet der Franchisenehmer an?


3. Finanzierung

  • Wie hoch muss das Kapital sein?
  • In welcher Höhe liegt die Eintrittsgebühr?
  • Welche Kosten entstehen für die laufenden Franchisegebühren?
  • Gibt es zusätzliche Gebühren für das Franchise?
  • Kann eine Liquidität für die nächsten drei Jahre gewährleistet werden?
  • Können Sie von öffentlichen Fördermitteln profitieren?


4. Vertrag

  • Wie lange läuft der Vertrag?
  • Gibt es Verlängerungsmöglichkeiten?
  • Erkennt die KfW-Mittelstandsbank den Vertrag an?
  • Gibt es eine Kündigungsmöglichkeit?
  • Was geschieht bei Vertragsverstößen?
  • Besteht ein Gebietsschutz?


Weitere Informationen zum Thema Franchise im Handwerk finden Interessierte zum Beipsiel bei der zuständigen Handwerkskammer ihrer Region und auch hier.


Dieser Text wurde von der NAKE Bau- Installations- und Handels GmbH, der Adresse für Notdienste in Wien, zur Verfügung gestellt.

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