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Arbeitsschutz in Franchise-Unternehmen

Das Thema Arbeitsschutz ist im Franchise-Unternehmen an zwei Stellen anzutreffen: Der Franchise-Geber, also die Dachorganisation, die sich um den unternehmerischen Rahmen kümmert, legt Regelungen fest, arbeitet Verträge aus und gibt Verordnungen heraus. Der Franchise-Nehmer, der Einzelunternehmer, muss diese Richtlinien rund ums Thema Arbeitsschutz im Betrieb umsetzen und deren Einhaltung überprüfen. Wie weitreichend das Thema Arbeitsschutz im Franchise-Betrieb ist, zeigt dieser Ratgeber.

Diese Themenkomplexe muss der Franchise-Nehmer in punkto Arbeitssicherheit beachten

Unabhängig davon, was der Franchise-Geber individuell vertraglich festgelegt hat, gilt das ArbeitnehmerInnenschutzgesetz. Dieses Gesamtwerk umfasst sämtliche Sicherheitsbestimmungen, die für jeden Betrieb gelten. Der aktive Arbeitsschutz sieht vor, Aufklärungsarbeit zu betreiben und Anbieter für professionelle Arbeitsschutzausrüstung zu empfehlen. Sie halten nicht nur Sicherheitsbekleidung vor, sondern weisen auch bei jedem Produkt aus, welchen Vorschriften und Normen das Kleidungsstück erfüllt. Neben Sicherheitsbekleidung fallen auch Produkte für den Atemschutz, den Augenschutz, denn Fall-, Gehör-, Knie- und Kopfschutz in diesen Bereich.

Es gibt vier große Themengebebiete in Zusammenhang mit dem Arbeitsschutz: 

  1. Arbeitsstätten und Arbeitsplätze
    Spezielle gesetzliche Richtlinien zu Arbeitsstätten und Arbeitsplätzen beinhaltet die sogenannte Arbeitsstättenverordnung. Richtlinien zur Gestaltung von Arbeitsstätten, Fluchtwegen, Arbeitsräumen, sanitären Einrichtungen und Sozialeinrichtungen sind dort dokumentiert. Ziel der Festlegungen ist die Prävention. Mit den Festlegungen zu Arbeitsstätten und Arbeitsplätzen sollen körperliche Dauerbelastung ebenso vermieden werden wie gesundheitsgefährdende Arbeitsstoffe, Stress oder das Pendant: Monotonie.
  2. Maschinen und Werkzeuge
    In der Gesetzesschrift werden Maschinen und Werkzeuge als Arbeitsmittel bezeichnet. Die Verordnung, die in diesem Themenbereich bindend ist, betrifft Maschinen, Werkzeuge, Anlagen, Geräte sowie Beförderungsmittel jeglicher Art. Grundsätzlich sind die angeführten Werkzeuge und Maschinen nur dann einsatzbereit, wenn sie die regelmäßig angeordneten Prüfungen bestehen. In der Regel führt diese ein zugelassener Prüfer im Turnus von zwölf Monaten durch. Seitens der Arbeitsinspektion heißt es: „Für alle Arbeitsmittel sind die Bestimmungen der Arbeitsmittelverordnung über die Aufstellung, Prüfung, Information und Unterweisung, Erprobung, Benutzung und Verwendung, Einstell-, Wartungs-, Reinigungsarbeiten und Störungsbeseitigung zu beachten.“
  3. Arbeitsstoffe
    Die Kategorie der Arbeitsstoffe ist fast schon ein Understatement mit Blick auf das, was sich dahinter verbirgt. Arbeitsstoffe sind die Stoffe, die zur Produktion nötig sind. Rohstoffe, Zwischenprodukte, Endprodukte aber auch Reaktionsprodukte wie etwa Gase fallen in die Rubrik Arbeitsstoffe und müssen hinsichtlich des Arbeitsschutzes bedacht werden. Als gefährlich gelten die Stoffe dann, wenn sie gesundheitsgefährdend, brandgefährlich oder gar explosionsgefährlich sind.
  4. Gesundheit im Betrieb
    Regelmäßigen Neuerungen ist vor allem der Bereich Gesundheit im Betrieb unterworfen. Unter diesen umfangreichen Themenkomplex fallen unter anderem:
    - das Gesundheitsmanagement und die betriebliche Gesundheitsförderung. Das betriebliche Gesundheitsmanagement ist eine Verknüpfung von Gesundheitsschutz, Gesundheitsförderung und Management. In einer gesunden Organisation herrscht Vertrauen, es gelten gemeinsame Werte und Überzeugungen und die sozialen Kontakte sind ausgeprägt.
    - der Schutz vor arbeitsbedingten Erkrankungen und Berufskrankheiten. Hierunter fallen vor allem diese: Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems, des Verdauungsapparates, der Atemwege, der Muskeln und des Skeletts.
    - der Schutz vor psychischen Belastungen. Dieser Faktor drängt immer stärker in den Fokus und es sollte in vielen Betrieben deutlich entschleunigt werden, um psychischen Erkrankungen vorzubeugen. Oft folgen psychischen Belastungen massive körperliche Beschwerden. Zu den typischen psychischen Stressoren zählen Zeitdruck und Arbeitsverdichtung, monotone Arbeitsabläufe, Informationsflut, knappe Personaldecke, fließende Grenzen zwischen Freizeit und Arbeit, mangelnde Freiräume und schlechte Arbeitsbedingungen.
    - die Schaffung einer altersgerechten Arbeitswelt. Die Forderung in diesem Bereich lautet, die Arbeitswelt an das Alter der Mitarbeiter anzupassen. Zwar verringern sich die körperliche Leistungsfähigkeit, die Merkfähigkeit sowie der Wille zu Veränderungen im Alter, doch das Gewicht der wertvollen Kenntnisse und Fähigkeiten überwiegt im Vergleich dazu. Ältere Mitarbeiter verfügen über Erfahrung, Wissen, Motivation, Loyalität, Verantwortungsgefühl und ein praxiserprobtes Gespür für die Arbeit. Das soll und muss zum Wohle des Betriebs erhalten bleiben. Eine altersgerechte Arbeitsgestaltung hilft dabei.

Fachkräfte im Betrieb

Neben der Empfehlung bzw. Verordnung von Sicherheitsbekleidung sowie dem Hinweis auf geltende Sicherheitsbestimmungen, muss es auch Maßnahmen für den Ernstfall geben: Ein umfangreiches Erste-Hilfe-Paket im Betrieb zu haben – falls die präventiven Maßnahmen nicht von Erfolg gekrönt sind – ist ebenso wichtig, wie qualifiziertes Personal. So gibt es einige Arbeitnehmerschutz-Funktionen, die zur Betriebsorganisation gehören. Je nach Betriebsgröße müssen diese ausgebildeten Fachkräfte und weitere Spezialisten im Betrieb sein oder statten dem Betrieb regelmäßig einen Besuch ab.

SicherheitsfachkräfteSie unterstützen und beraten in allen Fragen der Unfallverhütung und der Arbeitssicherheit.
ArbeitsmedizinerDie menschengerechte Arbeitsgestaltung steht im Fokus der Arbeitsmediziner. Die Ziele sind der aktive Gesundheitsschutz sowie die Gesundheitsförderung gleichermaßen.
ArbeitsschutzausschussDer Ausschuss agiert koordinierend.
SicherheitsvertrauenspersonSie sind die Wächter von Gesundheitsschutz und Sicherheit, beraten, informieren und weisen auf Mängel hin.
ErsthelferSie sind so ausgebildet, dass sie Erste Hilfe leisten können. Meist handelt es sich dabei um die Wundversorgung nach einem Betriebsunfall. 
Personen für Brandbekämpfung und EvakuierungSie alarmieren die Feuerwehr, koordinieren die Evakuierung des Geländes und bedienen Feuerlöscher. Der Brandschutzbeauftragte ist in erster Linie eine organisatorische Größe.

Bilder:
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