

Erfahren Sie Neuigkeiten aus der Franchise-Wirtschaft!
Aktuelle Nachrichten, Themenspecials, Interviews & Erfolgsstories
Qualität im Franchising – der Network Governance Kodex
Neue Medien - Strategie oder Versuch und Irrtum?
Die Inhalte des Franchise-Leistungspaketes
Gebühren im Franchising – immer wieder ein spannendes Thema (Teil 1)
Wieviel Systemvorgaben brauchen erfolgreiche Franchise-Systeme?
Trust Marketing - das aktuell bedeutendste Marktbedürfnis
Zeitdiebe stoppen – Effizienz und Lebensqualität steigern
Greenfranchising- wie man sein Franchise-System zukunftssicher macht!
Die 9 Spielregeln für Fairplay Franchising
Was ist Franchising wirklich? Eine Stellungsklärung
Macht sinnliche Kommunikation Sinn?
Die Mär vom ultimativen Franchise-Handbuch
(Prof. Veronika Bellone - Bellone FRANCHISE CONSULTING GmbH)
Das Schlüsselerlebnis war der Besuch eines Haar- und Kosmetikinstitutes mit internationalem Flair und einer ebensolchen lizenzierten Verbreitung. In diesem Fall durfte ich als Kundin erleben, wie sich in der Vorweihnachtszeit der „Tempel des Wohlbefindens“ in ein Wirrwarr von Geschenketürmen mit sich überbietenden Rabattierungen verwandelt hatte. Die neuen Einkaufsschneisen im Geschäft stellten das ursprünglich entwickelte Kundenleitsystem auf den Kopf. Schmalste Schluchten zwischen gewagten Aufbauten werden bei zunehmender Winterkälte und entsprechender Kleidung zu einer echten Herausforderung mutieren.
Was evtl. als inspirierender Geschenkebasar gedacht war, entpuppte sich
als „Jagd nach dem verlorenen Schatz“ – denn manche Produkte gab es nun nur in
der Set-Version oder gar nicht. Nachdem zwei Angestellte damit beschäftigt
waren, aus den mehrheitlich in Form und Größe gleich aussehenden
Geschenke-Sets das gewünschte herauszusuchen, kam auch schon
die nächste Hürde. Das Kassensystem. Es wollte die sich überschneidenden
Rabattangebote nicht so kundennah annehmen wie sie gedacht
waren. Kein Wunder, erschloss sich mir als Kundin schon nicht der prozentuale
Abschlag, den ich an diesem Tag als Gast dort genoss, vom prozentualen Abschlag
auf das Angebot der Produkte, die es in der Set-Version bereits zum
angepriesenen Vorteilspreis gab. Nachdem zwischenzeitlich drei Angestellte
versuchten, das Problem an der Kasse zu lösen und mit
nervösem Blick die übrige Kundschaft im Auge behielten, fragte ich mich, was das
alles mit dem sonstigen exquisiten Markenauftritt zu tun hatte geschweige denn
mit Weihnachten.
Von der vergessenen Positionierung!
Warum wirft man
gerade vor Weihnachten die elementarsten Marketinggrundsätze über
Bord? Warum bleiben sich die Unternehmen in ihrer Positionierung nicht
treu? Gerade in einer Zeit, wo Kunden und Kundinnen vermehrt nach Orientierung
und Halt im überquellenden Angebot suchen. Genau dann starten viele Anbieter
durch und zeigen sich von einer Seite, die man gar nicht sehen will! Viele
– selbst exklusive (Handels-)Marken – reduzieren ihr Angebot auf den Preis und
entfernen sich gefährlich von ihrer emotionalen Aufladung. Das kann zu einem
Vertrauensverlust beim Kunden bzw. der Kundin führen, denn das
gewohnte Einkaufserlebnis wird gestört. Ob Inspiration, Exklusivität,
individuelle Aufmerksamkeit, Geborgenheit – es gibt viele Emotionen, die Kunden
und Kundinnen mit dem Einkauf beim Anbieter ihrer Wahl verbinden. Leider sind
sich viele Unternehmen über die eigentlichen Bedürfnisse, die sie bei ihrer
Kundschaft erfüllen, nicht bewusst.
Weihnachten als Chance
Dabei wären die Chancen groß,
würde man auch in den Wochen vor großen Festtagen mit markenadäquaten
Services und Auftritten aufwarten. Entspannung, Wertschätzung und
Genuss am Point of Sale – eine wunderbare Vorstellung für so manchen
Konsumenten, der sich dann auch zu Kaufentscheidungen verführen ließe. So lautet
auch meine Empfehlung an das Kosmetikinstitut, das sich in seiner Wertekultur
als respektvoll, verantwortungsbewusst und sorgsam gegenüber der Umwelt
beschreibt und das zum Wohlergehen der Menschen. Daran wird auch sehr
eindrucksvoll das ganze Jahr über gearbeitet bis nun vor Weihnachten
eine totale Amnesie eingetreten ist. Sie gipfelte darin, dass nach der
„unendlichen Geschichte“ an der Kasse, ein vergessen gegangenes Produkt
nachträglich abkassiert wurde. Natürlich ohne die vorgängigen Rabatte, denn
diese gab es nur im Gesamtpaket. In welchem(?) - und schon gar nicht auf dieses
Produkt, das war nämlich ausgeschlossen – oder so ähnlich…
Mehr zum Thema „Markenführung in Franchise-Systemen“ können Sie auch in unserem „Praxisbuch Franchising“(www.mi-wirtschaftsbuch.de) lesen.
Zur Person
Prof. Veronika Bellone, gebürtige
Berlinerin, ist seit 1986 im Franchise-Business tätig, ehemals als
Franchisemanagerin bei der Cosy-Wasch-Autowaschanlagen GmbH in Berlin und seit
1991 als selbstständige Franchiseberaterin in der Schweiz. Sie hat u.a. die
Schweizer Post, Mövenpick, Fleurop, Warner Bros. und die Berliner Bäder Betriebe
beraten. Zudem ist sie Professorin an der Hochschule für Wirtschaft
Nordwestschweiz im Fachbereich Marketing. 2009 startet sie mit der Bellone
FRANCHISE CONSULTING GmbH, mit einem relevant erweiterten Leistungsspektrum für
den gesamten deutschsprachigen Raum, neu durch. In Zusammenarbeit mit dem Brand
Consultant Thomas Matla, einem Spezialisten für den Aufbau nationaler und
internationaler Marken, bietet Bellone FRANCHISE CONSULTING Beratungen,
Coachings und Workshops rund um das Thema Franchising – von der Trend Analyse,
über die Markenpositionierung, bis zur Implementierung von Franchise Systemen im
Markt.
office@bellone-franchise.com;
www.bellone-franchise.com; Bellone FRANCHISE
CONSULTING GmbH, Poststrasse 24/ Postfach 1355, CH-6300 Zug, Tel. 0041 41 712 22
-11 Fax -10
©copyright 12.12.11