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Auch franchiseinteressierte Gründer profitieren von der gelockerten Bestimmung der Meisterberufe. Die meisten Franchisesysteme im Bereich des Handwerks besetzen bestimmte Nischen, die zu den zulassungsfreien oder handwerksähnlichen Gewerben gehören. Damit erübrigt sich auch die Frage, ob ein Franchisenehmer im Bereich des Handwerks unbedingt einen Meistertitel vorweisen muss. Tatsächlich erwarten viele Franchisesysteme von zukünftigen Partnern idealer Weise nur eine handwerkliche Ausbildung. Aber auch die ist bei einer guten Auffassungsgabe und ohne zwei linke Hände nicht zwingend.
Die starke Spezialisierung auf ein Fachgebiet ist typisch für die Franchisesysteme des Handwerks. Erfolgreiche und bekannte Beispiele dafür, sind Portas, Locatec und RohrStar. Von der Spezialisierung, zusammen mit dem einheitlichen und einprägsamen Marktauftritt eines Franchisesystems, profitiert am Ende vor allem der Franchisenehmer.
Für Handwerker mit einem eigenen Unternehmen sehen die Zeiten im Vergleich zur stabilen Franchisewirtschaft zur Zeit zumindest problematisch aus: laut dem im Mai diesen Jahres veröffentlichten Konjunkturbericht des Zentralverbands des Deutschen Handwerks leidet auch das Handwerk unter der momentanen Wirtschaftskrise. Die Konjunktur sei gebremst, hätte aber keinen Einbruch erlitten. Ein gut durchdachtes und ausgereiftes Franchisesystem kann hier einige Sorgen nehmen. Denn die Systemzentralen stehen nicht nur für Fragen zur Verfügung, sondern können gegebenenfalls auch Aufträge vermitteln.