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Laut einer Studie zum Thema Gründungspotential von Migrantinnen mit Schwerpunkt auf die Region Hannover der Evers & Jung GmbH gibt es unter den befragten selbstständigen Migrantinnen einen hohen Anteil an Hochschulabsolventinnen. Dieser liegt bei osteuropäisch stämmigen Frauen sogar bei 60%. Im Gegensatz zu den von männlichen Migranten favorisierten typischen Branchen der ethnischen Nischenökonomie, Gastronomie und Handel, gründen Migrantinnen demnach besonders in den Bereichen Dienstleistung, Kunst und Kultur, sowie im Gesundheitswesen. Dabei dominieren Vollzeitgründungen deutlich, was auf einen Beratungsbedarf für Teilzeitgründungen hinweist. Besonders für Migrantinnen mit Kindern birgt diese Möglichkeit der Selbstständigkeit noch großes Potential.
Erster Ansprechpartner für Fragen und Sorgen, sowie für finanzielle Unterstützung, sind laut der Studie die Ehemänner. Öffentliche Beratungsstellen scheinen weitgehend unbekannt zu sein, der Bedarf ist aber enorm: Nur 3,1% der Befragten gab an in der Gründungsphase keine weitere Unterstützung benötigt zu haben. Hemmungen beim Umgang mit Behörden sind, ebenso wie bei den Migranten, der Grund für die seltene Inanspruchnahme von Fördergeldern. Die Studie weist insgesamt auf ein großes Gründerinnen-Potential hin, die es in Zukunft besser und individueller anzusprechen gilt.