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Franchising wird in der Schweiz von immer mehr Unternehmen als gute Expansions-Strategie geschätzt. Der Schweizer Franchise-Verband hat 80 Schweizer Franchise-Systeme zu ihren Konditionen und ihrer Entwicklung befragt. Hier gab über die Hälfte der befragten Systeme an, sich Branchen-überdurchschnittlich entwickelt zu haben. Dagegen gaben nur drei Prozent an, sie hätten sich schlechter als der Branchendurchschnitt entwickelt.
Auf der anderen Seite ist Franchising als Form der Selbstständigkeit noch nicht sehr etabliert, was als natürliche Folge hat, dass sich die Partner-Gewinnung unter Umständen schwierig gestalten kann. Laut Frau Prof. Bellone hat Franchising als Unternehmensform in der Schweiz noch Schwierigkeiten als ernstzunehmende Karrierechance wahrgenommen zu werden. Franchise-Gründer hätten zudem mit Problemen bei der Finanzierung zu kämpfen. Mehr Publicity von Seiten der Wirtschaft und Politik würde ihrer Meinung nach helfen, Franchising in der Schweiz prominenter zu machen.
Neben dem Faktor Unbekanntheit hat Franchising in der Schweiz außerdem zwei weitere Hürden zu überwinden: Die Problematik der Standortsuche und die Mehrsprachigkeit. Einen geeigneten Standort zu finden kann problematisch werden, wenn eine Großstadt gesucht ist: Die größte Stadt der Schweiz ist Zürich mit unter 400.000 Einwohnern, also eher vergleichbar mit einer mittelgroßen deutschen Stadt. Hier wäre eine leichte Anpassung des Konzepts eventuell die Lösung. Insgesamt ist die Bevölkerungsdichte im Mittelland aber recht hoch. Die Mehrsprachigkeit kann für ausländische Franchise-Systeme, die in die Schweiz expandieren wollen, eine Herausforderung bedeuten. Für Schweizer selbst stellt sie weniger ein Problem dar, da sie fester Bestandteil des alltäglichen Lebens in der Schweiz ist.
(Mit freundlicher Unterstützung der Bellone FRANCHISE CONSULTING GmbH)