

Im Rahmen des Master-Franchising erhalten Sie eine Lizenz, die Ihnen den Aufbau eines Franchisesystems in einer größeren Region oder einem ganzen Land erlaubt. Meist handelt es sich um Franchisegeber aus dem Ausland, die sich mit einem erprobten Franchisekonzept in anderen Ländern etablieren wollen.
Nachdem Sie das Franchisekonzept den Marktbedingungen des Ziellandes angepasst und in Pilotbetrieben intensiv getestet haben, übernehmen Sie in Ihrem Lizenzgebiet die Aufgaben des Franchisegebers. Dies gilt insbesondere für die Suche, Ausbildung und Betreuung der Franchisenehmer, die Ihnen dafür Lizenzgebühren zahlen werden.
Wenn Sie als Einzelperson oder Investorengruppe den Erwerb einer Master-Franchise-Lizenz in Betracht ziehen, sollten Sie über ausreichend Eigenkapital (je nach Franchisesystem in sechs- bis siebenstelliger Größenordnung) verfügen. Als Master-Franchise-Nehmer sollten Sie außerdem Marktkompetenz, betriebswirtschaftliche Kenntnisse und Führungserfahrung mitbringen. Wünschenswert sind ferner Fremdsprachen-Kenntnisse für die internationale Kommunikation und ein gewisses Know-how im Franchising.
Bei entsprechender Unterstützung durch den Franchisegeber erfordert die Anpassung eines Franchisekonzeptes weitaus weniger Zeit als eine Neuentwicklung, wodurch die Multiplikation der Franchise-Betriebe früher beginnen kann. Nicht selten beteiligt sich der Franchisegeber an den Kosten der Pilotphase. Auch wenn er zurecht einen Teil der Lizenzgebühren für seine Vorleistungen und seine Unterstützung beanspruchen wird, kann die Nutzung einer Master-Franchise-Lizenz sehr lukrativ sein.
Weitere Informationen unter Wissen & Tools / Grundlagen des Franchising / Globalisierung