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Franchise-Journal

Experten-Chat-Protokoll

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07.05.2010

First Franchise Friday

Frau Mag. Silvia Schernthaner-Leitner, SYNCON Consulting GmbH

  • Die Bedeutung der Marke im Franchising
  • Allgemeine Fragen zum Franchising

Frau Mag. Silvia Schernthaner-Leitner: Herzlich willkommen zu heutigem Live Chat "Die Bedeutung der Marke im Franchising"
Leser: Schönen guten Morgen, Frau Schernthaner-Leitner: Welche Bedeutung hat die Marke für den Erfolg oder Misserfolg eines Franchisesystems?
Frau Mag. Silvia Schernthaner-Leitner: Die Marke spielt in FS eine sehr wichtige Rolle. Allem voran ermöglicht die Bekanntheit der Marke die Identifikation des Konsumenten und der Franchise-Nehmer und bildet eine wichtige Orientierungshilfe am Markt.
Leser: Wie wird der Wert einer Unternehmensmarke ermittelt? Sind für den Wert der Marke nur die Verbraucher oder auch Mitarbeiter bzw. Franchise-Nehmer relevant?
Frau Mag. Silvia Schernthaner-Leitner: Lieber Chat-Teilnehmer, für den Wert einer Marke sind alle Beteiligten relevant und vor allem die Mitarbeiter und Franchise-Nehmer, da diese die Repräsentanten der Marke sind.
Leser: Guten Morgen, liebe Chat-Teilnehmer. Welches sind die wichtigsten Faktoren, die bei Entwicklung einer Franchise-Marke zu berücksichtigen sind?
Frau Mag. Silvia Schernthaner-Leitner: Aus meiner Sicht ist der wichtigste Faktor, neben allen Faktoren, die generell für die Entwicklung einer Marke verantwortlich sind, jener, dass der Franchise-Geber für die gesamte Entwicklung und für die Definition der Standards verantwortlich ist und dies alleinig in seiner Hand liegt.
Leser: Kann man die Registrierung einer Marke selbst vornehmen oder braucht man dafür Fachkenntnisse?
Frau Mag. Silvia Schernthaner-Leitner: Ich empfehle Ihnen, die Registrierung einer Marke ausschließlich mit Experten durchzuführen.
Leser: Welche hauptsächlichen Fehler gilt es bei Markenaufbau und Markenführung auf Seiten der Franchise-Unternehmen zu vermeiden?
Frau Mag. Silvia Schernthaner-Leitner: Ihre Frage klingt so einfach und ist doch so komplex. Der hauptsächliche Fehler aus meiner Sicht ist die mangelnde Übereinstimmung und Selbstähnlichkeit der gesamten Marke. Das Markendenken muss im gesamten Unternehmen und in allen Organisationsstufen vorhanden sein, um die Marke authentisch wahrzunehmen, zu leben und zu gestalten. Wichtig ist im Franchising hier vor allem die Miteinbeziehung der Franchise-Nehmer, da sie die Marke präsentieren.
Leser: Sollte der Franchisegeber seine Marke von vornherein international schützen lassen, selbst wenn keine internationale Expansion geplant ist?
Frau Mag. Silvia Schernthaner-Leitner: Ich würde sagen, auf alle Fälle, denn was heute noch nicht ist, kann morgen schon Realität sein.
Leser: Welche Analysen sind durchzuführen, bevor Franchise-Unternehmen eine neue Markenstrategie erarbeiten?
Frau Mag. Silvia Schernthaner-Leitner: Ich hoffe, Ihre Frage richtig verstanden zu haben: Sie sprechen von einer bestehenden Marke, die eine Neuausrichtung beabsichtigt. Ich schlage vor, hier sowohl eine SWOT-Analyse zu machen als auch die Bekanntheit der Marke zu erfragen, bzw. auch die Werte, für welche die Marke steht. Daraus sollten sich dann weiter Schritte und Analysen ableiten. Dies ist ein sehr komplexes Thema.
Leser: Wie stellt man als Franchisegeber sicher, dass die Franchisenehmer systemkonform mit der Marke umgehen?
Frau Mag. Silvia Schernthaner-Leitner: Die Frage der Fragen. Einerseits ist es wichtig, dem Franchise-Nehmer ein schlüssiges und erfolgsversprechendes Marketingkonzept zu bieten und den Franchise-Nehmer einzubinden und andererseits dies entsprechend zu kontrollieren und einzufordern. Der Schlüssel dazu ist das sogenannte Partnermarketing. Dies umfasst in einem Franchise-System alle Maßnahmen, welche die perfekte Integration des Franchise-Nehmers im System sichern. Dazu zählen sowohl die Auswahl von neuen Franchise-Nehmern als auch die permanente Betreuung der Franchise-Nehmer.
Leser: Auf welche Weise lässt sich die Kernkompetenz einer Marke glaubhaft auf die neuen Produkte und Dienstleistungen eines Franchise-Unternehmens übertragen?
Frau Mag. Silvia Schernthaner-Leitner: Indem dass sich alle Aktivitäten auf die Kernkompetenz ausrichten, diese für jeden im Unternehmen klar ist und entsprechend nach außen transportiert ist. Wichtig ist hier, dass nichts verwässert wird.
Leser: Welche Analysen sind in Bezug auf Konkurrenzmarken vorzunehmen, um die Alleinstellung bzw. Unverwechselbarkeit der eigenen Marke sicherzustellen?
Frau Mag. Silvia Schernthaner-Leitner: Mit einer Konkurrenzanalyse sind die Stärken und Schwächen der Marktkonkurrenten zu untersuchen. Dadurch erhält man Orientierungspunkte und Vergleichswerte für die eigene Marktpositionierung und Wettbewerbsstrategie. Das Ziel ist es mit den gefundenen Daten nun ein vergleichendes Benchmarking zu betreiben. Die Fragen die sich jedes Unternehmen dabei stellen muss sind: Worin ist meine Konkurrenz besser und wie kann ich selber daraus lernen und besser werden?
Leser: Sollten Marken unter Globalisierungsgesichtspunkten die Besonderheiten der englischen und/oder chinesischen Sprache berücksichtigen?
Frau Mag. Silvia Schernthaner-Leitner: Ich gehe davon aus, Sie sprechen vom Markennamen? Bei Markennamen ist eine sprachliche Berücksichtigung in jeder Hinsicht empfehlenswert.
Leser: Sollten Verstöße der Franchisenehmer gegen die Corporate Identity mit Sanktionen belegt werden? In welcher Form?
Frau Mag. Silvia Schernthaner-Leitner: Um eine perfekte Abstimmung zwischen Franchise-Geber und Franchise-Nehmer möglich zu machen, braucht es ein hohes Maß an Kommunikation und Koordination zwischen den beiden. Und wenn es gar nicht geht, sollte es natürlich zu entsprechenden Maßnahmen kommen.
Leser: Im Zuge der Wirtschaftskrise sahen wir uns zu einer Neupositionierung unseres Angebotes veranlasst. Jetzt stellen wir fest, dass auch Marke, Logo, Corporate Design einer Auffrischung bedürfen. Welches Vorgehen empfehlen Sie, damit wir die Zustimmung und Unterstützung unserer Franchise-Nehmer erhalten?
Frau Mag. Silvia Schernthaner-Leitner: Aus meiner Sicht wichtig ist, dass Sie Ihren Franchise-Nehmern glaubhaft und fundiert vermitteln, was verändert wird und warum etwas verändert wird. Nutzen Sie dazu den Franchise-Beirat.
Leser: Können wir von einem Franchise-Nehmer erwarten, dass er die ihm durch die Neupositionierung entstehenden Kosten selbst trägt?
Frau Mag. Silvia Schernthaner-Leitner: Eine gute Frage. Hier empfehle ich absolute Transparenz und einen ins Boot holen, da der Erfolg ja dann auch dem Franchise-Nehmer zu Gute kommt.
Leser: Würden Sie bei der Markenentwicklung für ein Franchise-System dem Konsumenten oder dem Franchisenehmer höhere Priorität einräumen?
Frau Mag. Silvia Schernthaner-Leitner: Die Marke wird immer für den Markt entwickelt.
Leser: An welche Stellschrauben ist zu denken, um die Unternehmenskommunikation vollständig und kohärent auf die Neupositionierung auszurichten?
Frau Mag. Silvia Schernthaner-Leitner: Ich würde folgende "Stellschrauben" als wichtig erachten: Klarheit, Offenheit, Ehrlichkeit und so viel wie möglich "persönlich".
Leser: Wie häufig und in welcher Form sollte die Markenpolitik eines Franchise-Systems überprüft bzw. nachjustiert werden?
Frau Mag. Silvia Schernthaner-Leitner: Permanent - bildlich gesprochen heißt Marketing, offenen Augens durch das Unternehmen zu gehen und wenn etwas nicht der Markenpolitik entspricht, zu korrigieren - z.B. wenn ein Papier am Boden liegt, dies aufzuheben.
Leser: Selbst ein Konzern wie McDonald’s, der mit Franchising groß geworden sind, bekennt sich heute nicht mehr offensiv zum Franchising. Jedenfalls treten sie weder auf Gründermessen noch in Internetportalen als Franchisegeber auf. Hat Franchising ein Imageproblem? Was ist zu tun?
Frau Mag. Silvia Schernthaner-Leitner: Aus meiner Sicht hat Franchising kein Imageproblem, ganz im Gegenteil gerade in nicht so einfachen Zeiten, ist ein Start mit einem Franchise-System und dem gleichgestellt einer Marke einfacher als als Einzelkämpfer.
Leser: Welche Elemente der Markenpolitik sind im Systemhandbuch unbedingt festzuschreiben?
Frau Mag. Silvia Schernthaner-Leitner: Alle Elemente der Markenpolitik gehören in einem Handbuch erfasst und entsprechend dokumentiert. Das Handbuch ist das Nachschlagewerk für alle Beteiligten und wann immer Fragen auftauchen sollten die Antworten dort zu finden sein. Mehr Informationen zum Thema Handbuch finden Sie auf unserer Website www.syncon.at, Rubrik "Presse & Archiv", Beiträge und Vorträge
Leser: Sollten Verstöße der Franchisenehmer gegen die Corporate Identity mit Sanktionen belegt werden? In welcher Form?
Frau Mag. Silvia Schernthaner-Leitner: Sanktionen ist ein so hartes Wort, ein nicht Beachten der CI sollte Konsequenzen haben, die im Vorfeld genau definiert und allen Beteiligten bekannt sind.
Leser: Darf ein Franchisegeber von den Mitarbeiterinnen einer Modekette erwarten oder sogar verlangen, dass sie wegen der Außenwirkung ausschließlich Artikel des eigenen Unternehmens tragen?
Frau Mag. Silvia Schernthaner-Leitner: Aus meiner Sicht "nein", da ich es als Eingriff in den persönlichen Lebensraum sehe. Wie immer ist es aber eine Frage des "Wie". Vielleicht gelingt es durch einen Anreiz.
Leser: Welche Auswirkung hat die Marke auf das Gemeinschaftsgefühl und den Zusammenhalt eines Franchise-Netzwerkes? Wie kann der Franchisegeber die positiven Aspekte verstärken?
Frau Mag. Silvia Schernthaner-Leitner: Marke ist wir und wir sind Marke; d.h. einen großen Einfluss. Die Marke bindet den Franchise-Nehmer emotional an das Franchise-System. Der Franchise-Nehmer ist stolz auf seine Marke und jeder einzelne ist „der“ Markenrepräsentant vor Ort. Der Franchise-Nehmer ist der Priester der Marke in seiner Region, dies ist von großer Wichtigkeit, da neben dem Vertrauen in das System für den Konsumenten auch das Vertrauen in eine Person von großer Bedeutung ist. Die daraus entstehende Dynamik ist eine der größten Stärken beim Markenaufbau und -ausbau in Franchise-Systemen.
Leser: Was ist unter einem „Markenerlebnis“ ganz konkret zu verstehen? Ich vermute, damit sind die Gefühle des Verbrauchers gemeint.
Frau Mag. Silvia Schernthaner-Leitner: Marke ist Emotion und Marke schafft "Markenerlebnisse". Warum kaufen wir bestimmte Marken? Weil sie uns ein gutes Gefühl vermitteln. Die Bekanntheit der Marke ermöglicht die Identifikation des Konsumenten und stellt eine Orientierungshilfe für ihn dar und hält, was sie verspricht. Zudem übernimmt die Marke eine Image- und Prestigefunktion.
Leser: Wer ist in größeren Franchise-Unternehmen für die Umsetzung der Markenstrategie verantwortlich?
Frau Mag. Silvia Schernthaner-Leitner: Für die Umsetzung sind alle in einem Unternehmen verantwortlich. Jeder einzelne ist Marke und Repräsentant der Marke. Für die Gestaltung der Marke selbst ist der Franchise-Geber und ausschließlich dieser verantwortlich.
Leser: Kann man ein Filialsystem schrittweise in ein Franchisesystem umwandeln, ohne die Marke zu schädigen? Worauf muss man achten?
Frau Mag. Silvia Schernthaner-Leitner: Ja, man kann. Wichtig ist hier, dass alles dokumentiert ist und entsprechend vermittelt wird. Wichtig ist, dass die Franchise-Partner ins Boot geholt werden.
Leser: Wie wirkt sich die Globalisierung auf die Franchisewirtschaft aus?
Frau Mag. Silvia Schernthaner-Leitner: Ich würde sagen positiv, da Franchising Multiplikation heißt und die Globalisierung dies fordert.
Leser: Angesichts der überragenden Bedeutung der Marke haben es unbekannte oder junge Franchisesysteme offensichtlich sehr viel schwerer. Wann sollten Interessenten ein solches Angebot dennoch in Betracht ziehen?
Frau Mag. Silvia Schernthaner-Leitner: Franchising steht für ein Konzept, welches erfolgreich multipliziert werden kann und dies ist der große Vorteil, welcher vermittelt gehört. Darauf sollten "junge" Franchise-Systeme setzen. Eine schlüsselfertige Existenz.
Leser: Wie kann ich als potentieller Franchisenehmer den Wert der Marke auf dem Markt ermitteln?
Frau Mag. Silvia Schernthaner-Leitner: Als Franchise-Nehmer würde ich mir entsprechende Studien und Informationen vom Franchise-Geber zur Verfügung stellen lassen, welche Aufschluss über den Bekanntheitsgrad und weitere Informationen zur Marke geben.
Leser: Heißt dann für Franchise-Systeme und vor allem für jüngere Systeme Globalisierung zwangsläufig eine Expansion ins Ausland? Auch in das fernere Ausland und nicht nur Nachbarländer?
Frau Mag. Silvia Schernthaner-Leitner: Expansion sollte im ersten Schritt im eigenen Land erfolgen und ein weiterer Schritt ist dann der Weg in die Internationalität, wobei die internationale Expansion nicht mit jener im Inland gleichgesetzt werden kann, da hier andere Spielregeln gelten.
Leser: Welche Argumente, außer den üblichen Wiedererkennung, etc., kann ein Franchisegeber bringen, um die Vorteile des Eintritts in ein Franchise-System noch zu verstärken?
Frau Mag. Silvia Schernthaner-Leitner: Markterprobtes Konzept, schlüsselfertige Existenz, Gemeinschaft Gleichgesinnter, Erfahrungswerte, Franchise-Nehmer kann sich auf die Aufgabe an der Front konzentrieren (z.B. Verkauf, Erbringung der Dienstleistung),... Das Leistungspaket des Franchise-Gebers ist das Franchise-Paket. Es besteht aus einem Beschaffungs-, Absatz- und Organisationskonzept, der Nutzung von Schutzrechten, der Ausbildung des Franchise-Nehmers und der Verpflichtung des Franchise-Gebers, den Franchise-Nehmer aktiv und laufend zu unterstützen, sowie das Konzept ständig weiterzuentwickeln.
Leser: Kann man das Image der Marke, vor allem das Logo Richtung Modernisierung ändern, ohne der Marke zu schädigen? Was ist dabei zu beachten?
Frau Mag. Silvia Schernthaner-Leitner: Dieses Thema ist sehr sensibel anzugehen und sollte nur in Begleitung von Profis erfolgen. Vor allem die Veränderung eines Logos bedarf großer Achtsamkeit. Achten Sie "auf ein nicht zuviel, sondern gerade richtig". Kleinigkeiten sind entscheidend.
Leser: Inwieweit spielt die Marke in Unternehmen, die sehr personenbezogen sind z.B. im Beratungsgeschäft, eine Rolle?
Frau Mag. Silvia Schernthaner-Leitner: Hier ist die Person Marke "Die Marke ich" und Marke ist immer wichtig und steht für Vertrauen, was gerade in der Beratung unumgänglich ist. Marke steht hier für Beständigkeit, Qualität, etc. Nicht viel anders als bei einer Produktmarke. Ein Beispiel: die Person kommt immer im Anzug zum Gespräch (=Marke) und plötzlich in Jeans und T-Shirt, damit wäre ein wesentlicher Teil des Markenauftritts nicht mehr gegeben. Also die Marke ist immer wichtig.
Leser: Sollen wir uns eher mit Franchiseunternehmen aus verwandten Branchen oder mit Filialunternehmen aus unserer Branche vergleichen?
Frau Mag. Silvia Schernthaner-Leitner: Wenn Sie von einem Vergleich der Marke am Markt sprechen, dann innerhalb Ihrer Branche. Wenn Sie einen Vergleich des Franchise-Systems anstreben, können auch Franchise-Systeme anderer Branchen herangezogen werden.
Leser: Brauchen wir nicht Top-Mitbewerber, um unsere Betriebe mittels Benchmarking zu Spitzenleistungen zu führen? Was tun, wenn die Mitbewerber auf ähnlichem Niveau agieren?
Frau Mag. Silvia Schernthaner-Leitner: Ich würde sagen, immer besser sein als die anderen und immer einen Schritt voraus sein. Und ja, die Mitarbeiter und System-Partner machen den feinen Unterschied, der alles entscheidet. Dies ist täglich harte Arbeit und immer dran bleiben.
Leser: Wie fließen generell Kosten/Nutzen-Gesichtspunkte in das Benchmarking ein? Unter Umständen nehmen wir uns an einen Konkurrenten zum Vorbild, der mit seiner Spitzenleistung direkt in die Insolvenz marschiert.
Frau Mag. Silvia Schernthaner-Leitner: Dann ist es eine schlechte Benchmark. Im Rahmen des Benchmarking sind alle Faktoren zu berücksichtigen. Messen und lernen von den Besten.
Leser: Wenn Marke auch Erscheinungsbild bedeutet, sollten alle Geschäfte eines Franchisesystems gleich aussehen. Gibt es dann noch Spielraum für regionale Anpassungen? Wie wirkt sich dies im Ausland aus, wo die Unterschiede eventuell noch größer sind?
Frau Mag. Silvia Schernthaner-Leitner: Ich würde sagen, sie sollen sich selbstähnlich sein. Erklärt am Beispiel eines Ahornbaumes: es gibt keine zwei gleichen Ahornblätter, aber man weiß immer, dass es sich um ein Ahornblatt handelt. Innerhalb eines Franchise-Systems sieht auch kein Lokal wie das andere aus, alleine schon aufgrund des Standortes; doch der Kunde muss immer wissen, dass er sich bei der Marke x befindet. Jeder Beteiligte innerhalb eines Franchise-Systems ist verpflichtet, diese Selbstähnlichkeit zu gewährleisten.
Frau Mag. Silvia Schernthaner-Leitner: Liebe Chat-Teilnehmer/innen. Vielen Dank für die sehr interessanten Fragen. Ich hoffe, Sie konnten Inputs für ihre jeweilige Situation bekommen. Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende. Und nicht vergessen: Die Erfolgsformel einer Marke lautet Ich kenne dich! Ich mag dich! Ich will dich! Herzlichst Ihre Silvia Schernthaner-Leitner
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